Mutter-Kind-Therapiezentrum
Graal-Müritz
 
ASB Mutter-Kind-Therapiezentrum

Wenn aus Vorsicht Vertrauen wird

(29. März 2019, Graal-Müritz)

Tiertherapie für Kinder mit dem Down Syndrom


Es ist eine schöne Tradition, die der Reithof Stuthof in der Rostocker Heide und das ASB Mutter-Kind-Therapiezentrum in Graal-Müritz seit vielen Jahren gemeinsam pflegen. Wann immer Schwerpunktvorsorgemaßnahmen für Mütter und Väter mit Kindern mit dem Down Syndrom in Graal-Müritz anstehen, ist auch ein Besuch bei den Pferden fest mit eingeplant.

Im März fand nun der erste der beiden in diesem Jahr geplanten Vorsorgedurchgänge in der Meeresbrise statt und der Ausflug zur Reithalle am 18. März stellte wie immer einen Höhepunkt dar, auf den sich die Familien besonders freuten - auch wenn das Treffen zunächst von großem gegenseitigen Respekt geprägt war. Doch aus Vorsicht wurde schnell Vertrauen. Über sanftes Streicheln des Fells kamen sich die Kinder und ihre schnell liebgewonnenen Freunde - Penny und Ivan - von Minute zu Minute näher. Und die Jungs und Mädchen bewiesen kurz darauf Mut - denn nun ging es ans Reiten.

Auf die Pferde, fertig, los!

Für Levy konnte es gar nicht schnell genug gehen. Zuhause hatte er bereits erste Erfahrungen beim Reiten gesammelt und zeigte seinen neuen Freunden, die er bei der Vorsorge im Mutter-Kind-Therapiezentrum kennengelernt hat, vorbildlich, wie es klappt. Das animierte auch Charlotte zum Mitmachen, die sogar so mutig war, dass sie freihändig geritten ist! Und auch die anderen Kids hatten großen Spaß und lächelten vor Freude übers ganze Gesicht.

Nase an Nase

Am 21. März 2019, dem Welt-Down-Syndrom-Tag, wurde es für die Jungs und Mädels beim ASB erneut tierisch. Tiertherapeutin Selina Haase brachte ihre Hunde mit zum Mutter-Kind-Therapiezentrum und sorgte damit natürlich für reichlich Aufregung, Gewusel und Glück. Die "Wauwaus" ließen es sich gut gehen, denn sie wurden mit Leckerlis gefüttert und ihr Fell wurde gebürstet. Klar, dass es bei so viel Fürsorge auch ganz viel zurückgab. Und das taten die lieben Vierbeiner genau so, wie sie es am besten können - mit jeder Menge Knuddeleinheiten, zutraulichen Momenten Nase an Nase und vielen schlabbrig-feuchten Knutschern, die die Kleinen zum Quietschen brachten.

"Wir sind alle unterschiedlich - unsere Socken sollten es auch sein!"

Im Anschluss an die Tiertherapie wurde es kreativ. In den Gruppen wurden bunte Socken gemalt - aus gutem Grund:
Ganz viele hatten bereits zwei verschiedene Socken und manche sogar unterschiedliche Schuhe an. Am Welt-Down-Syndrom-Tag, dessen Datum übrigens ganz bestimmt gewählt wurde (bei Menschen mit dem Down Syndrom ist das 21. Chromosom 3x vorhanden), spielen Socken eine ganz besondere Rolle. Im Libanon wurde vor sechs Jahren unter dem Motto "We are all different - our socks should be too" (zu dt. "Wir sind alle unterschiedlich - unsere Socken sollten es auch sein") die Idee geboren, am 21. März verschiedene Socken zu tragen. Es spielt keine Rolle, ob diese geringelt, bunt, lang, kurz oder mehrfach übereinander gezogen sind. Wichtig ist nur das gemeinsame Zeichen.
Bei uns im Haus wurde es gesetzt.


Hilfen für Mütter und Väter mit Kindern mit Down Syndrom

Um dem ganzheitlichen Therapieansatz, der die physischen, psychischen und sozialen Aspekte der Vorsorge für Eltern von Kindern mit dem Down Syndrom einbezieht, gerecht zu werden, wurde das Konzept auf diese besonderen Bedürfnisse der betroffenen Mütter und Väter und Kinder erweitert. Eltern der betroffenen Kinder werden als Gruppe begleitet und in den Kurablauf integriert. Die Gruppe gleich betroffener Eltern wirkt der im Alltag oft ausgrenzenden Situation entgegen. Sie fördert den Erfahrungsaustausch und stärkt das Selbsthilfepotential. Erfahrene Therapeuten betreuen die Kinder heilpädagogisch in integrativen Gruppen und geben den Kindern Zeit zum Kindsein.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie HIER.

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