Das Konzept des ASB Mutter-Kind-Therapiezentrums

Die Ruhe für den Sturm

Besonders der Alltag hat seine Reize. Oft sind es jedoch so viele, dass sie uns schlicht überfordern und aus der Balance werfen. Wenn Körper und Geist zuviel Schlagseite haben, brauchen sie eine helfende Hand, die sie wieder aufrichtet. Das gilt für Mütter, für Väter und erst recht für Kinder. Darum werden sie aktiv in die Therapien einbezogen oder nach ihrem persönlichen Bedarf gezielt behandelt.

Große Wirkung für kleine Leute

Kinder brauchen gleichermaßen Geborgenheit und Freiheit. Bei uns erleben sie deshalb eine kerngesunde Mischung aus liebevoller Therapie und lebenslustigen Abenteuern. Sie lernen, von dem, was sie bewegt Abstand zu gewinnen und zu entspannen und sich von dem, was sie anspannt, zu befreien.

Ob lachen, lauschen oder barfuß laufen; malen, messen oder musizieren; tanzen, trampeln oder Roller treten – wir stärken Kinder in ihrem Verhalten, ihrer Wahrnehmung und Entwicklung und fördern ihre Kreativität, Selbstständigkeit und Bewegungsfreude.

Groß im Ganzen

Eine Krankheit geht oft unter die Haut – manchmal reicht sie bis in die Seele. Aus diesem Grund sind unsere Therapieansätze – ganz gleich, ob für Mütter, Väter oder Kinder – von Anfang an ganzheitlich und interdisziplinär. Sie umfassen:

  • physiotherapeutische,
  • psychosoziale,
  • heilpädagogische und
  • alltagsorientierte Behandlungen.

Zusätzlich bieten wir sowohl in der Meeresbrise als auch im Heidesanatorium gezielt thematische Schwerpunktmaßnahmen an, damit sich ein gesünderes Leben wieder ganz natürlich einstellt.

Luft zum Atmen

Mit uns tanken kleine und große Patienten neue Abwehrkräfte – direkt aus der reinen Natur der Küstenregion. Das milde Reizklima bietet beste Bedingungen für klimatherapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Allergien sowie Haut- und Atemwegserkrankungen.

Im gemütlichen Ostseeheilbad Graal-Müritz sind Sie ganz nah an Meer und Wald und zugleich mitten im Leben. Entdecken Sie mit uns ein neues Wohlbefinden.

 

Konzept „Mutter-Kind-Kur“

Konzept für stationäre Vorsorgemaßnahmen für Mütter nach § 24 SGB V

 

Mutter-Kind-Präventionsmaßnahmen in Graal-Müritz

Stationäre Vorsorgemaßnahmen für Mütter und ihre Kinder bietet das ASB MKTZ Mutter-Vater-Kind-Therapiezentrum in Gral-Müritz an. In den Präventionsmaßnahmen stehen mütterspezifische Bedürfnisse, Lebenssituationen und die Gesundheitsaspekte der Mütter und Kinder im Vordergrund.

Präventive Maßnahmen zur Förderung von gesunder Ernährung, Bewegung und Entspannung sind von zentraler Bedeutung bei der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen sowohl im Rahmen der stationären Vorsorgemaßnahme als auch in Eigenverantwortung der Patientinnen Zuhause.

Auf dieser Grundlage bildet das indikationsspezifische Behandlungskonzept für stationäre Maßnahmen zur Vorsorge nach § 24 SGB V im ASB Mutter-Kind-Therapiezentrum die Basis des therapeutischen Angebotes für Mütter mit Kind. Um dem ganzheitlichen Therapiegrundsatz, der die physischen, psychischen und sozialen Aspekte der Vorsorge einbezieht, und der geschlechtsspezifischen Gesundheitsfürsorge und Vorsorge gerecht zu werden, wird das Konzept auf die besonderen Belange und Bedürfnisse für Mütter mit Kindern ausgerichtet.

Dieses zielgruppen- und geschlechterspezifische Konzept richtet sich an Mütter und pflegende weibliche Angehörige (ie z.B. Großmütter), die die Voraussetzungen im Sinne einer stationären Vorsorgemaßnahme nach § 24 SGB V erfüllen und von Belastungen als Mutter mit Kind/ern (oder z.B. Oma mit Enkelkind) betroffen sind.


Behandlungskonzept

Unserer interdisziplinären Arbeit liegt das Selbstverständnis des bio-psycho-sozialen Modells der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) zugrunde, das auf die verschiedenen Aspekte von Gesundheit eingeht. So finden die vielfältigsten Bausteine von Gesundheit, möglichen Wechselwirkungen sowie der Kontextfaktoren Berücksichtigung. Unsere Arbeit zielt nicht nur auf die konkrete Verbesserung des Gesundheitszustandes der Patientinnen, sondern auch auf eine langfristige Veränderung der Lebensweisen und der Einstellungen. Hier bauen wir auf den salutogenetischen Ansatz, also der Verstärkung und Ausbau der vorhandenen Ressourcen.

Die Behandlung folgt unter Beachtung der spezifischen Bedürfnisse von Müttern und der Geschlechtsspezifik von Frauen einem Konzept der engen Vernetzung und Abstimmung aller Therapiebereiche: des medizinischen Bereiches, der psychosozialen Therapie, der Physiotherapie, der Ernährungsberatung, dem Kinderbereich und Mutter-Kind-Interaktionstherapie.

Die Bedürfnisse unserer Mütter sind:

  • Kurzzeitige Veränderung der Lebensumstände durch den Abstand vom häuslichen Umfeld
  • Zeit, um sich der eigenen Gesunderhaltung zu widmen in den Therapien
  • Zeit für sich
  • Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung
  • Regelmäßige Mahlzeiten
  • Gemeinsame Zeit mit den Kindern in den Therapien und der Freizeit
  • Entlastung vom Haushalt
  • Austausch und soziale Kontakte mit anderen Müttern
  • Indikationsgerechtes Behandlungskonzept und individuelle Heilbehandlungen
  • Therapiezeiten, die auf die Essen- und Schlafbedürfnisse der Mütter und Kinder Rücksicht nehmen
  • Vorbehaltung eines schützenden Raumes für Mütter, der losgelöst von klassischen Rollenbildern und alltäglicher Aufgabenverteilung Erprobung und Austausch mit Gleichgesinnten ermöglicht
  • Stärkung der Bindung von Mutter und Kind, Präventionsmaßnahme für die Mutter und die Kinder als Therapiekind oder Begleitkind
  • die interdisziplinäre Zusammenarbeit und integrative Behandlungsausrichtung von ärztlich-medizinischer, physikalischer, psychologischer und psychosozialer Therapie, von sport- und bewegungstherapeutischen Maßnahmen sowie gesundheitsfördernden und ernährungstherapeutischen Maßnahmen
  • Förderung der Motivation und Stärkung der Eigeninitiative
  • Niedrigschwellige und zeitlich flexible Angebote zur Beratung und Prävention von Gesundheitsstörungen
  • Möglichkeiten kreativen Gestaltens allein und mit Kind
  • Psychische Entlastung
  • Schulung der Wahrnehmung des eigenen Körpers und Achtsamkeitsübungen
  • Informationen zu lokalen Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu Hause


Die therapeutischen Leistungen umfassen

  • Maßnahmen, die direkt auf die psychischen und körperlichen Belastungen abzielen, damit die Mütter wieder zu Kräften kommen und ihr Leben in ein Gleichgewicht bringen können.
  • Maßnahmen, die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen zur positiven Gestaltung der alltäglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen.
  • Verhaltenspräventive Maßnahmen, die darauf abzielen, das individuelle Gesundheitsverhalten der Mütter zu verbessern.

Zu den Aufgaben des interdisziplinären Teams gehört es, die unterstützenden Faktoren für die Mütter zu identifizieren und während der stationären Maßnahme zu fördern (Ich-Stärke, Eigenverantwortlichkeit, Stressbewältigung, soziale Unterstützung).

In der psychosozialen Therapie erhalten Mütter mit entsprechender Indikation die Möglichkeit, an Gruppengesprächen im Rahmen einer Selbsterfahrungsgruppe rund um Themen Frauengesundheit und Alltagsgestaltung teilzunehmen. Die Gruppengespräche sind ein wichtiges Element zum Austausch mit anderen Müttern. Das hilft den Müttern, der im Alltag oft angespannten Situation entgegenzuwirken und Strategien im Umgang mit eigenen Lebenswerten zu entwickeln.

Die Patientinnen erarbeiten sich Strategien für den Alltag und erhalten Anregungen für
zu Hause, um dort unter Berücksichtigung der therapeutischen Kette entsprechende Nachsorge-
Beratungsstellen- oder Therapieangebote zu nutzen.

Zielgruppe

Zur Zielgruppe zählen Mütter, die die Voraussetzungen im Sinne einer stationären Vorsorgemaßnahme nach § 24 SGB V erfüllen. Das sind Mütter, die in besonderem Maße belastet und in ihrer Gesundheit beeinträchtigt bzw. gefährdet sind: Angesprochen werden Mütter, bei denen eine oder mehrere Risikofaktoren vorliegen, bei denen Befindlichkeitsstörungen und eine Schwächung der Gesundheit vorliegen und/oder bei denen dem Schweregrad des Ausbruchs, der Manifestation oder dem Fortschreiten einer psychischen Erkrankung entgegengewirkt werden soll.

Bei der Beurteilung der Vorsorgebedürftigkeit sind die auf das Gesundheitsproblem wirkende Kontextfaktoren zu berücksichtigen. Negativ wirkende umwelt- und personenbezogene Kontextfaktoren bei Müttern können sein:

  • Partner-/Eheprobleme/Trennung vom Partner/der Partnerin,
  • daraus erwachsende Schwierigkeiten im Umgang mit dem Kind bzw. in der Wahrnehmung des Sorgerechts beider Elternteile,
  • Verantwortung in der Pflege/Krankheit eines Angehörigen
  • Tod der Partner/eines nahen Angehörigen,
  • Einschränkungen der psychischen und körperlichen Leistungsfähigkeit, Erschöpfungssyndrom, ständiger Zeitdruck,
  • Mütter mit Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags,
  • finanzielle Sorgen,
  • Schichtdienst, Arbeitslosigkeit, berufliches Anforderungsprofil,
  • soziale Isolation.
  • Beeinflussbare Risikofaktoren


Ziele der Vorsorgemaßnahme

Ziele der Vorsorgemaßnahme sind: Wiederherstellung und Stärkung der Leistungs- und Alltagsfähigkeit sowie die Erhaltung und Förderung der Gesundheit unserer Patientinnen, damit auch auf die Entwicklung von Kompetenzen zur Lebensbewältigung. Um nicht Gefahr der Somatisierung und Medikalisierung der Leiden zu unterliegen, brauchen die Patientinnen eine geschlechterspezifische medizinische und therapeutische Betreuung.

Vorsorgeziele für Mütter mit Kindern sind:

  • Beseitigung und Verminderung von gesundheitlichen Störungen und emotionalen Beschwerden,
  • Verhinderung des Ausbruchs und des Risikos der Manifestation psychischer, somatischer bzw. psychosomatischer Erkrankungen,
  • Aufklärung über frauenpezifische Risikofaktoren und Gesundheitsprobleme,
  • Förderung des Gesundheitsbewusstseins,
  • Unterstützung bei der Entwicklung einer gesundheitsfördernden Lebensweise,
  • Stabilisierung des Gesundheitszustandes,
  • aktive Auseinandersetzung mit der Mutterrolle zur Erarbeitung einer individuellen Strategie zur Verminderung der alltagsrelevanten Beeinträchtigungen,
  • Verstärkung der Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge,
  • Stärkung von Alltagsfreude und der Handlungskompetenz der betroffenen Patientinnen.

Die jeweilige Mutter-Kind-Beziehung ist im engen Kontext mit der familiären Belastungssituation zu sehen. Zur Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung, zur Förderung der Mütterlichkeit und zur Unterstützung kindlicher Identifikationsprozesse werden therapeutische Angebote zur Mutter-Kind-Interaktion und zur Erziehungsberatung unterbreitet.

Indikationen

Als Besonderheit der Indikationsstellung bei stationären Maßnahmen für Mütter verstehen wir ein Bündel von spezifischen Belastungen und Beschwerden. Mütter werden mit den folgenden Hauptindikationen aufgenommen:

  • IG 13 – Psychosomatische /psychovegetative Erkrankungen
  • IG 12 – Erkrankungen der Haut und der Unterhaut
  • IG 07 – Erkrankungen des Atmungssystems
  • IG 06 – Stoffwechselerkrankungen
  • IG 04 – Degenerativ rheumatische Erkrankungen
  • IG 01 – Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

Behandlungsprogramm

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Bezug auf einen sensiblen Umgang mit geschlechtsspezifischen Themen geschult.
Die Behandlungen sind auf die Indikation und die Bedürfnisse der Frauen abgestimmt.

Ärztliche Betreuung/Therapie

Zum Gesamtspektrum der ärztlichen Betreuung zählen:

  • Leitung regelmäßiger Besprechungen und Abstimmungen mit den therapeutischen Bereichen vor und während der stationären Vorsorgemaßnahme
  • Vereinbarung der Kurziele
  • Erstellung eines individuellen interdisziplinär abgestimmten Behandlungsplanes
  • Ärztliche Untersuchungen zur Aufnahme der Patientinnen, während des Therapieverlaufes und zum Abschluss der Maßnahmen mit Einschätzung über die Erreichung des Kurzieles,
  • Durchführung ärztliche Sprechstunden,
  • Kooperation mit einweisendem bzw. nachbehandelnden Ärzten und Therapeuten, Festlegung der Nachsorgemaßnahmen.

Gesundheitsberatung, thematische Arztvorträge und moderierte Diskussionen zu den Themen:

  • Reizklima Ostsee
  • Frauengesundheit,
  • Frauenspezifische Risikofaktoren und Gesundheitsprobleme,
  • Geschlechtsspezifischen Besonderheiten psychosomatischer, psychovegetativer und somatoformer Erkrankungen bei Frauen und Möglichkeiten frauenspezifischer Prävention,
  • Frauen und der Umgang mit eigener Krankheit bzw. Erkrankungen von Familienangehörigen
  • Vorsorgeuntersuchungen für Frauen,
  • Präventionsmöglichkeiten für Frauen im Alltag,
  • digitale Zugangswege wie Gesundheits-Apps.


Physiotherapie/physikalische Therapie

Die Verordnungen erfolgen in Abhängigkeit von der Indikation und dem Kurziel.

Sport- und Bewegungstherapie

Neben dem allgemeinen Sport- und Bewegungsangebot, bieten wir den Patientinnen Therapien, die nach den geschlechterspezifischen Bedürfnissen ausgerichtet sind. Nach dem Motto: „Nichtbeweger in Bewegung bringen“, zielt unser Angebot auf die allgemeine Konditionierung, der Steigerung der Fitness und das gesundheitsorientierte Verhalten ab.

  • Aufbautraining Muskeln und Konditionierungstraining,
  • Gerätetraining und Ausdauer,
  • Präventionssport,
  • Nordic Walking,
  • Joggen,
  • Yoga
  • Stretching
  • Schwangerengymnastik
  • Beckenbodengymnastik

Diätetik/Ernährungsberatung

Die Verordnungen erfolgen in Abhängigkeit von der Indikation und dem Kurziel.

Psychosoziale Therapie

Die die psychosoziale Therapie findet vorrangig als Gruppentherapie statt und hat folgende Ziele:

  • Stabilisierung des psychischen Gesundheitszustandes,
  • Auseinandersetzung mit den individuellen Belastungsfaktoren und Ressourcen im Alltag,
  • Erarbeitung und Festigung von Bewältigungsstrategien für den Alltag
  • Stärkung des Selbsthilfepotentials der Frauen,
  • Förderung des Austauschs mit anderen Mütter,
  • Ermutigung zur unterstützenden Netzwerkarbeit und Vermittlung von Ansprechpartnern am Heimatort
  • Förderung der Mutter- Kind- Beziehung durch gezielte Interaktionsangebote.

Die Problematik für Mütter beinhaltet die Themen: Gesundheit, Selbstverständnis und Wahrnehmung als Frau, Erziehung, Partnerschaftskonflikte, Familien- oder Trennungsproblematik, Bedingungen in der Arbeitswelt, Stressfaktoren, Alltagsprobleme und Krankheiten in der Familie.

Mutter-Kind-Interaktionstherapie

In der Interaktion zwischen Müttern und ihren Kindern beeinflussen sich Mutter und Kind gegenseitig und steuern damit den Handlungsprozess. Mütter dienen als Vorbild und beeinflussen durch ihr Verhalten den Lernprozess des eigenen Kindes. Sie können den Kindern Sicherheit geben und sie in der Kommunikation stärken und ermutigen. Soziale Integration und gemeinsame Eltern-Kind-Therapie dienen der Stärkung der Mutter-Kind-Bindung.
Das Kind erlebt die Mutter und sich in einem therapeutisch gestalteten und begleiten Kontext als eine intensive gemeinsame Zeit mit seiner Mutter, die in Abgrenzung zur normalen Spielzeit erfolgt.

Die Therapeut*innen beobachten das Verhalten von Eltern und Kindern und geben ggf. Rückmeldungen aus der Situation. Sie intervenieren bei Störungen der Mutter-Kind-Beziehung sofort oder später im Einzelgespräch mit der Mutter.

Erlebnispädagogische, beziehungsfördernde Inhalte sind: Entspannungsinteraktionen, Kreative Gestaltung, Bewegung und Sport.

 

Konzept „Vater-Kind-Kur“

Konzept für stationäre Vorsorgemaßnahmen für Väter nach § 24 SGB V

 

Vater-Kind-Präventionsmaßnahmen in Graal-Müritz

Stationäre Vorsorgemaßnahmen für Väter und ihre Kinder bietet das ASB MKTZ Mutter-Vater-Kind-Therapiezentrum in Graal-Müritz an. Bei den Präventionsmaßnahmen stehen väterspezifische Bedürfnisse, Lebenssituationen und Gesundheitsaspekte der Väter und Kinder im Vordergrund.

Präventive Maßnahmen zur Förderung von gesunder Ernährung, Bewegung und Entspannung sind von zentraler Bedeutung bei der Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen sowohl im Rahmen der stationären Vorsorgemaßnahme als auch in Eigenverantwortung der Patienten Zuhause.

Auf dieser Grundlage bildet das indikationsspezifische Behandlungskonzept für stationäre Maßnahmen zur Vorsorge nach § 24 SGB V im ASB Mutter-Vater- Kind-Therapiezentrum die Basis des therapeutischen Angebotes für Väter mit Kind, das der geschlechtsspezifischen Gesundheitsfürsorge und den Belangen und Bedürfnissen für Väter gerecht werden soll.


Behandlungskonzept

Unserer interdisziplinären Arbeit liegt das Selbstverständnis des bio-psycho-sozialen Modells der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) zugrunde, das auf die verschiedenen Aspekte von Gesundheit eingeht. So finden die vielfältigsten Bausteine von Gesundheit, möglichen Wechselwirkungen sowie der Kontextfaktoren Berücksichtigung. Unsere Arbeit zielt auf die konkrete Verbesserung des Gesundheitszustandes der Patienten, die Stärkung ihrer Alltagsfähigkeit und gleichzeitig auf die Ermutigung einer langfristigen Veränderung der Lebensweisen und der Einstellung. Hier bauen wir auf den salutogenetischen Ansatz der Verstärkung und des Ausbaus der vorhandenen Ressourcen.

Die Behandlung folgt einem Konzept der engen Vernetzung und Abstimmung aller Therapiebereiche: des medizinischen Bereiches, der Physiotherapie, der psychosozialen Therapie, der Ernährungsberatung, des Kinderbereiches und der Vater-Kind-Interaktionstherapie.

In einem regulären Kurdurchgang werden mindestens fünf Väter mit ihren Kindern aufgenommen. Entsprechend ihrer Vorsorgeindikation werden sie in indikationsspezifischen Therapiegruppen behandelt und damit in den Gesamtkurablauf integriert. Die gemeinsame Aufnahme von Vater und Kind ist für den Gesundheitsprozess wichtig. Die Interaktion mit ihrem Kind ist für Väter eine bedeutsame Ressource, die sie unter den Bedingungen des Abstandes vom Alltag intensiver und ohne Belastungsfaktoren erleben können.

Die therapeutischen Leistungen umfassen:

  • Maßnahmen, die direkt auf die psychischen und körperlichen Belastungen abzielen, damit die Väter wieder zu Kräften kommen und ihr Leben in ein Gleichgewicht bringen können.
  • Maßnahmen, die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen zur positiven Gestaltung der alltäglichen Lebens- und Arbeitsbedingungen.
  • Verhaltenspräventive Maßnahmen, die darauf abzielen, das individuelle Gesundheitsverhalten der Väter zu verbessern.

Zu den Aufgaben des interdisziplinären Teams gehört es, die unterstützenden Faktoren für die Väter zu identifizieren und während der stationären Maßnahme zu fördern (Ich-Stärke, Achtsamkeit, Eigenverantwortlichkeit, Stressbewältigung, soziale Unterstützung).

In der psychosozialen Therapie erhalten Väter mit entsprechender Indikation die Möglichkeit, an Gruppengesprächen rund um die Themen Männergesundheit und Alltagsbewältigung teilzunehmen. Gespräche und Vorträge zu zentralen Themen väterlicher Lebenswelt sind in ein wichtiges Element zum Austausch mit anderen Vätern. Das hilft ihnen, der im Alltag oft angespannten Situation entgegenzuwirken und Strategien im Umgang mit eigenen Lebenswerten zu entwickeln. Sie erhalten Anregungen für zu Hause, um dort unter Berücksichtigung der therapeutischen Kette entsprechende Nachsorge Beratungsstellen- oder Therapieangebote zu nutzen.


Zielgruppe

Zur Zielgruppe zählen Väter, die die Voraussetzungen im Sinne einer stationären Vorsorgemaßnahme nach § 24 SGB V erfüllen. Das sind Väter, die in besonderem Maße belastet und in ihrer Gesundheit beeinträchtigt bzw. gefährdet sind: Angesprochen werden Väter, bei denen eine oder mehrere Risikofaktoren vorliegen, bei denen Befindlichkeitsstörungen und eine Schwächung der Gesundheit vorliegen und/oder bei denen dem Schweregrad des Ausbruchs, der Manifestation oder dem Fortschreiten einer psychischen Erkrankung entgegengewirkt werden soll.
Bei der Beurteilung der Vorsorgebedürftigkeit sind die auf das Gesundheitsproblem wirkende Kontextfaktoren zu berücksichtigen. Negativ wirkende umwelt- und personenbezogene Kontextfaktoren bei Vätern können sein:

  • Partner-/Eheprobleme/Trennung und daraus möglicherweise erwachsende Schwierigkeiten im Umgang mit dem Kind bzw. in der Wahrnehmung des Sorgerechts beider Elternteile,
  • Verantwortung in der Pflege/Krankheit eines Angehörigen,
  • Tod eines nahen Angehörigen,
  • Einschränkungen der psychischen und körperlichen Leistungsfähigkeit, Erschöpfungssyndrom, ständiger Zeitdruck,
  • Väter mit Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags,
  • finanzielle Sorgen,
  • Schichtdienst, Montagearbeit, Arbeitslosigkeit, berufliches Anforderungsprofil,
  • soziale Isolation.
  • Beeinflussbare Risikofaktoren


Ziele der Vorsorgemaßnahme

 

  • Beseitigung und Verminderung von gesundheitlichen Störungen und emotionalen Beschwerden,
  • Verhinderung des Ausbruchs und des Risikos der Manifestation psychischer, somatischer bzw. psychosomatischer Erkrankungen,
  • Aufklärung über männerspezifische Risikofaktoren und Gesundheitsprobleme,
  • Förderung des Gesundheitsbewusstseins,
  • Unterstützung bei der Entwicklung einer gesundheitsfördernden Lebensweise,
  • Stabilisierung des Gesundheitszustandes,
  • aktive Auseinandersetzung mit der Vaterrolle zur Erarbeitung einer individuellen Strategie zur Verminderung der alltagsrelevanten Beeinträchtigungen,
  • Verstärkung der Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge,
  • Stärkung von Alltagsfreude und der Handlungskompetenz der betroffenen Patienten.
  • Die Vater-Kind-Beziehung ist im engen Kontext mit der familiären Belastungssituation zu sehen. Vater-Kind-Interaktionen und Erziehungsberatung unterstützen die Stärkung der Vater-Kind-Beziehung, fördern Väterlichkeit und stärken kindliche Identifikationsprozesse.


Indikationen

Als Besonderheit der Indikationsstellung bei stationären Maßnahmen für Väter verstehen wir ein Bündel von spezifischen Belastungen und Beschwerden. Väter werden mit den folgenden Hauptindikationen aufgenommen:

  • IG 13 – Psychosomatische /psychovegetative Erkrankungen
  • IG 12 – Erkrankungen der Haut und der Unterhaut
  • IG 07 – Erkrankungen des Atmungssystems
  • IG 06 – Stoffwechselerkrankungen
  • IG 04 – Degenerativ rheumatische Erkrankungen
  • IG 01 – Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems


Behandlungsprogramm und Therapien

Die Vater-Kind-Präventionsmaßnahmen finden innerhalb geschlechtsheterogener Kurdurchgänge statt. Dabei wird gewährleistet, dass geschlechtsspezifische Therapien und Angebote für die Väter von männlichen Lebenssituationen ausgehen und die Bedürfnisse der Männer berücksichtigen.

  • Mindestgruppengröße von fünf Vätern, um den Austausch, wechselseitiges Lernen sowie die Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen.
  • Auf Väter konzentrierte Wohnbereiche: Unterbringung der Väter mit ihren Kindern in einem separaten Flurbereich.
  • Bereitstellung eines Speisesaals für Väter mit ihren Kindern.
  • Therapieangebote, die auf die besonderen Bedürfnisse von Vätern ausgerichtet sind.
  • Männerspezifische Gruppentherapien, die sich mit geschlechtsspezifischen Aspekten von Gesundheit beschäftigen
  • Vater-Kind-Interaktionen in Gruppen mit anderen Vätern und Kindern.
  • Geschlechtshomogene Nutzungszeiten für Sauna und Freizeiträume.
  • Integration der Väter und Kinder in den Kuralltag.
  • Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf einen sensiblen Umgang mit geschlechts-spezifischen Themen.

Die Behandlungen sind auf die Indikation und die Bedürfnisse der Väter und ihrer Kinder abgestimmt. Entsprechend der vorhandenen Symptomatik werden Therapiemaßnahmen aus dem medizinischen, psychosozialen, physiotherapeutischen/physikalischen, diätetischen und heilpädagogischen Bereich verordnet.

Ärztliche Betreuung/Therapie

Zum Gesamtspektrum der ärztlichen Betreuung zählen:

  • Leitung regelmäßiger Besprechungen und Abstimmungen mit den therapeutischen Bereichen vor und während der stationären Vorsorgemaßnahme,
  • Festlegung der medizinischen Schwerpunktindikation und Vereinbarung der Kurziele,
  • Erstellung eines individuellen interdisziplinär abgestimmten Behandlungsplanes,
  • Ärztliche Untersuchungen zur Aufnahme der Patienten, während des Therapieverlaufes und zum Abschluss der Maßnahmen mit Einschätzung über die Erreichung des Kurzieles und der Erstellung des Abschlussberichtes,
  • Durchführung ärztliche Sprechstunden,
  • Kooperation mit einweisendem bzw. nachbehandelnden Ärzten und Therapeuten, Festlegung der Nachsorgemaßnahmen.

Gesundheitsberatung, thematische Arztvorträge und moderierte Diskussionen zu Themen:

  • Reizklima Ostsee,
  • Männergesundheit,
  • Männerspezifische Risikofaktoren und Gesundheitsprobleme,
  • Geschlechtsspezifischen Besonderheiten psychosomatischer, psychovegetativer und somatoformer Erkrankungen bei Männern und Möglichkeiten männerspezifischer Prävention,
  • Männer und Umgang mit eigener Krankheit bzw. mit Erkrankungen von Familienangehörigen
  • Vorsorgeuntersuchungen für Männer,
  • Präventionsmöglichkeiten im Alltag für Männer
  • digitale Zugangswege wie Gesundheits-Apps.


Physiotherapie/physikalische Therapie

Die Verordnungen erfolgen in Abhängigkeit von der Indikation und dem Kurziel.

Sport- und Bewegungstherapie

Neben dem allgemeinen Sport- und Bewegungsangebot, bieten wir den Patienten Therapien, die nach den geschlechterspezifischen Bedürfnissen ausgerichtet sind. Nach dem Motto: „Nichtbeweger in Bewegung bringen“, zielt unser Angebot auf die allgemeine Konditionierung, der Steigerung der Fitness und das gesundheitsorientierte Verhalten ab.

  • Aufbautraining Muskeln und Konditionierungstraining,
  • Präventionssport
  • Gerätetraining und Ausdauer,
  • Nordic Walking und Joggen
  • Mannschaftsspiele wie Hockey, Fußball oder Volleyball,
  • Bogenschießen

Diätetik/Ernährungsberatung

Die Verordnungen erfolgen in Abhängigkeit von der Indikation und dem Kurziel.

Psychosoziale Therapie

Die Psychosozialen Therapien finden vorrangig als Gruppentherapien statt und haben folgende Ziele:

  • Stabilisierung des psychischen Gesundheitszustandes,
  • Auseinandersetzung mit den individuellen Belastungsfaktoren und Ressourcen im Alltag,
  • Erarbeitung und Festigung von Bewältigungsstrategien für den Alltag
  • Stärkung des Selbsthilfepotentials, der Achtsamkeit und Selbstfürsorge bei den Vätern,
  • Förderung des Austauschs mit anderen Vätern,
  • Ermutigung zur unterstützenden Netzwerkarbeit und Vermittlung von Ansprechpartnern am Heimatort, z.B. zum Förderverein Stiftung Männergesundheit e.V.,
  • Förderung der Vater- Kind- Beziehung durch gezielte Interaktionsangebote.

Vater-Kind-Interaktionstherapie

In der Interaktion zwischen Vätern und ihren Kindern beeinflussen sich Vater und Kind gegenseitig und steuern damit den Handlungsprozess. Väter dienen als Vorbild und beeinflussen durch ihr Verhalten den Lernprozess des eigenen Kindes. Sie können den Kindern Sicherheit geben und sie in der Kommunikation stärken und ermutigen. Soziale Integration und gemeinsame Eltern-Kind-Therapie dienen der Stärkung der Vater-Kind-Bindung.
Das Kind erlebt den Vater und sich in einem therapeutisch gestalteten und begleiten Kontext als eine intensive gemeinsame Zeit mit dem Vater, die in Abgrenzung zur normalen Spielzeit erfolgt.

Die Therapeut*innen beobachten das Verhalten von Vater und Kind und geben ggf. Rückmeldungen aus der Situation. Sie intervenieren bei Störungen der Eltern-Kind-Beziehung sofort oder später im Einzelgespräch mit dem Vater.

Erlebnispädagogische, beziehungsfördernde Inhalte sind: Entspannungsinteraktionen, Kreative Gestaltung, Bewegung und Sport.

 

Auszug aus der Konzeption des Kinderbereiches

Unser Bild vom Kind


Wir sehen jedes Kind, mit seinen individuellen Kompetenzen, als eine einzigartige Persönlichkeit. Das Kind erforscht und entdeckt eigenständig seine Umwelt. Im Austausch mit anderen sammelt es Erfahrungen, die in seiner ganz eigenen Geschwindigkeit zu seiner Entwicklung beiträgt.

Kinder leben im Hier und Jetzt. Sie beschleunigen von 0 auf 100 in einem Atemzug und wollen dabei sicher aufgefangen werden. Um alle Bedürfnisse des Kindes befriedigen zu können, geben wir den Kindern einen sicheren Rahmen zur Entwicklung. Dabei sind wir Vorbilder, Unterstützer und Begleiter des Kindes. Im Rahmen der Vorsorgemaßnahme wollen wir den Kindern Halt geben und sie ermutigen ihre Ideen auszuprobieren und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Im geschützten Rahmen vermitteln wir Werte, Normen und Regeln, um so ein positives Miteinander zu gewährleisten. Wir wollen, dass die Kinder ihren kindlichen Charakter in jeder Altersstufe sorglos genießen können.

Pädagogisches Ziel:

Durch das Eröffnen neuer Handlungs- und Spielräume, das Anbieten auffordernder, ansprechender und inhaltlich aufbereiteter und differenzierter pädagogischer Angebote, durch gezielte Beobachtungen und die echte Annahme eines jeden Kindes gleich welcher Religion, Kultur, Weltanschauung, geistiger oder körperlicher Einschränkung innerhalb der dreiwöchigen Vorsorgemaßnahme, verschaffen wir den Kindern positive Erlebnisse und somit die nachhaltige Stärkung der gesamten Persönlichkeit.


Therapeutisches Ziel:

Durch gesundheitsfördernde und therapeutische Maßnahmen wie Klimatherapie, Aqua-Fitness sowie Frühsport, bieten wir allen Kindern positive Entwicklungsmöglichkeiten und stärken sie in ihrer Gesamtpersönlichkeit. Durch Beobachtungen und differenzierte Einschätzungen des kindlichen Verhaltens sowie der motorischen Entwicklung, geben wir den Eltern Hinweise über Förderungsmaßnahmen, die für den Heimatort relevant sind. Der Austausch dieser Beobachtungen wird durch gezielte sozialpädagogische Einzelgespräche durchgeführt.
Wir geben Kindern mit Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten Orientierung und eröffnen neue Handlungsweisen während ihres Aufenthaltes. Hier fördern wir die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit über motorische Lernprozesse. Kinder sollen die Fähigkeit zum Entspannen für sich entdecken. Hier hat die PSYCHOMOTORIK ihren Ansatz.

Das bieten wir Ihnen im Kinderbereich in der Meeresbrise und im Heidesanatorium

  • Förderung der Wahrnehmung
  • Psychomotorische Übungsbehandlung nach Ernst J. Kiphard,
    wie z.B. psychomotorische Bewegungsangebote –und Spiele, kreative Angebote mit allen Sinnen unter der Berücksichtigung des jahreszeitlichen Aspektes
  • Pädagogische Angebote und Erlebnisse,
    wie z.B. Frühsport, Malen und Gestalten mit Naturmaterialien, Wandertage, Spaß und Spiel, Atemübungen, „Barfuß tut gut“ etc.
  • Stärken, Wünsche und Neigungen erkennen und fördern
  • Schaffen von Erfolgserlebnissen während des Gruppenalltags
  • Heilpädagogische musische Angebote
  • Sprachförderung (Sprachverständnis/Sprechfreude)
  • Durchführen gezielter Mutter-Vater-Kind-Angebote
  • Beratung und Begleitung durch qualifizierte Fachkräfte
  • die Mittagsmahlzeit nehmen die Kinder im Kinderbereich zu sich
  • Hausaufgabenbetreuung (1h/Tag)
  • Begrüßungs- und Abschlussfeste


Mittel und Methoden des pädagogischen Handelns

  • Raumgestaltung- ansprechende, freundliche, kinderechte Atmosphäre für das Wohlbefinden schaffen
  • Beziehung zwischen Kind und Erzieher/Pädagogen bzw. Therapeuten- Toleranz, Akzeptanz, Echtheit, Fürsorglichkeit und Wärme präsentieren, Begleiter, Freund und Erzieher sein
  • Tagesgestaltung- abwechslungsreiche, pädagogisch wertvolle und differenzierte Angebotsstruktur, in Partizipation mit den Kindern Erlebnisse und Höhepunkte schaffen
  • Beobachtungen, Erziehungs- und Entwicklungsgespräche- gezielte Beobachtungen und Dokumentationen durchführen und im interdisziplinärem Team besprechen, gemeinsame Förder- und Therapieansätze erstellen und für Verbesserung, Förderung, Erleichterung, Entspannung und Nachhaltigkeit beim Patienten sorgen, mit den Eltern diese Strategien besprechen, Feedbacks geben und Auswertungs- bzw. Abschlussgespräche führen
  • Freispielzeit innerhalb der Gruppenbetreuung einräumen- Spielen ist die Haupttätigkeit des Kindes
  • Essen- erzieherisch zur gesunden Lebensführung und ausgewogenen Ernährung wirksam sein, Ästhetik und Regeln vermitteln, Selbständigkeit fördern
  • Inklusion, Integration- präsentieren, fordern und fördern von Offenheit, Akzeptanz und Toleranz zum „Anders sein“- ganz gleich welcher Herkunft, Religion, Geschlecht, Weltanschauung, Glaubens Bekennung, körperlicher oder geistiger Einschränkung
  • Feste, Feiern/ Geburtstage-  wir feiern unsere heidnischen und religiösen Feste im Jahresverlauf und beteiligen uns an Feiern in unserer örtlichen Umgebung, der Geburtstag eines jeden Kindes wird gemeinsam in der Gruppe gefeiert


Bewegen-Erleben-Erfahren-Entdecken-Entspannen
 

Die Psychomotorik ist sowohl ein pädagogisches als auch ein therapeutisches Konzept.
Bei der Gestaltung und Umsetzung des erlebnisorientierten, pädagogischen Alltags ist die Psychomotorik als ganzheitliches Bewegungskonzept ein wesentlicher Bestandteil. Sie spiegelt sich in den Bereichen Spiel, Kunst und Gestaltung, Musik, Tanz, Bewegung, Humor und Entspannung wider, so dass alle Kinder von den Vorzügen der Psychomotorik profitieren. Dabei werden Kreativität, Fantasie, Selbsttätigkeit und Bewegungsfreude geweckt.

Was ist Psychomotorik?

Bei der Psychomotorik handelt es sich um eine ganzheitlich humanistische und kindgemäße Art der Bewegungserziehung. Hier arbeiten wir nach dem Konzept von J. Kiphard. Der Begriff der Psychomotorik wird verwendet in der Motopädagogik und Mototherapie. Die Psychomotorik dient der Verbesserung der gestörten sensomotorischen Funktionen von Kindern.


Psychomotorik /Motopädagogik als Therapie:

  • Schulung der Wahrnehmung/Psychomotorische Übungsbehandlung nach J. Kiphard
  • Motivation und Freude an Bewegung wecken- Freude am Tun
  • Schulung des Gleichgewichtes
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Entwicklung der Beziehungs- und Handlungsfähigkeit/ Wir-Gefühl
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, mit der Umwelt und mit anderen Menschen (Ich-, Sach-, und Sozialkompetenz)
  • Verbesserung des Körpergefühls     
  • Medium Wasser: Bewegen und Spielen
  • Das Kind im Selbstvertrauen stärken
  • Das Kind in der Eigentätigkeit unterstützen
  • Wechsel zwischen An- und Entspannung ermöglichen
  • Gesundheitsorientierter Frühsport mit Wassergüssen
  • Umgang mit Alltagsmaterialien
  • Konditions- und Koordinationstraining für Vorschul- und Schulkinder
  • Individuelle psychomotorische Behandlungen für Kinder mit einem „Handicap“
  • Einzelgespräche mit Müttern: Handlungsweisen für den Umgang mit den Kindern aufzeigen
  • Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung
  • Gezielte Förderung durch Sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres

Durch Entspannungsräume ermöglichen wir den Kindern das Bedürfnis nach Stille. Kinder brauchen die Gelegenheit, sich aus der Gruppenaktivität oder einem anderen Gruppengeschehen zurück zu ziehen. Hier bieten wir verschiedene Entspannungsformen an, die der körperlichen und seelischen Stärkung der Kinder dienen.

Psychomotorische Entspannung fördert:

  • Körperliches und geistiges Wohlbefinden
  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Den schulischen Leistungsstress zu verringern
  • Sich selbst und andere besser wahrzunehmen
  • Den eigenen Körper positiv zu erleben

Entspannungsformen:

  • Bewegte und spielerische Entspannung
  • Kindgemäße Massagen mit Alltagsmaterialien und Igelbällen
  • Fantasiereisen und Entspannungsgeschichten
  • Sensorische Entspannungsformen
  • Meditatives Malen


Individuelle therapeutische Angebote:

  • Psychomotorik als Gruppenbehandlungen
  • Psychomotorische Entspannungsangebote nach J. Kiphard/Sonja Quante
  • Gesundheitserziehung durch Abhärtungsmaßnahmen nach Kneipp (zur Stärkung des Immunsystems)
  • Konditionstraining/Frühsport

 

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Mutter-Kind-Therapiezentrum

Telefon : 038206 74100
Fax : 038206 74275

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Strandstraße 22
18181 Ostseeheilbad Graal-Müritz

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